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Roggenburger Klosterbier

Das Klosterbier Chorherrn Hell wird exklusiv von der Brauerei Schmid in Biberach gebraut. Im Klostergasthof wird das Chorherrn Hell frisch vom Fass ausgeschenkt.
Für den Genuss zu Hause können Sie das Klosterbier in 0,5 Liter Flaschen oder als 5 Liter Fass im Klosterladen erwerben.

Herstellung

Seit 2017 erfreut es Durstige und Bierliebhaber an warmen Sommerabenden oder beim gemütlichen Beisammensein. Ganz nach der kulinarischen Philosohpe des Klostergasthofs stammen alle Zutaten des Roggenburger Klosterbieres aus der Region: Roggenburger Wasser, helles Gerstenbraumalz, Röstmalz mit Hallertauer und Tettnanger Hopfen verbinden sich zum neuen „Chorherren Hell". Somit erfolgt die Herstellung des Roggenburger Klosterbiers streng nach den Vorgaben des bayerischen Reinheitsgebots aus dem Jahr 1516.

 

Wer sich einmal vom erlesenen Geschmack des regionalen Bieres überzeugen will, der hat mehrere Möglichkeiten: Ganz frisch wird das „Chorherren Hell" im Klostergasthof vom Fass ausgeschenkt. Für den Genuss zu Hause können Sie das Klosterbier in 0,5 Liter Flaschen oder als 5 Liter Fass im Klosterladen erwerben.

 

Historie

Die Geschichte des Klosters beginnt im Jahr 1126, als es von Ursberg aus am Fußes des Berges in Roggenburg gegründet wird. Kurz darauf ändert sich der Standort, das Kloster zieht an die heutige Stelle. Es dauert drei Jahrhunderte bis 1444, dann folgt die Erhebung zur Abtei, 1544 zur Reichsabtei. 1802 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

 

Auf die lange Zeit der Stille, folgt wieder die Rückkehr des Lebens ins Kloster: 1986 nimmt der Prämonstratenser Orden das klösterliche Leben wieder auf und errichtete das heutige Prämonstratenser-Priorat Kloster Roggenburg. Seitdem bemüht sich der Orden um die Sanierung und Erhaltung der Gebäude und belebt diese durch Pfarrseelsorge, durch das Bildungszentrum und mit einer Klostergastronomie.

 

Die Geschichte des Bierbrauens zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Geschicke des Klosters. Man nimmt an, dass wohl schon im Mittelalter ein Klosterbier in Roggenburg gebraut wurde. Im uralten Grundbuch findet sich ein Eintrag über „radizierte Brauereigerechtigkeit" auf den ehemaligen westlichen Wirtschaftsgebäuden, in dem sich heute das Haus für Kunst und Kultur befindet. 1768/1769 ließ Abt Georg Lienhardt das Brauereigebäude vollständig umbauen und ausstatten und baute das Sudhaus als Eckrisalit an das bestehende Brauereigebäude an. Die Jahresangabe ist bestätigt: Hobby-Archäologen finden sie im Dachstuhl des Sudhauses und auf der Einweichwanne für Gerste, die in diesem Gebäudeteil stand. Ein weit verzweigtes Kellersystem erinnert noch heute an die Brauereinutzung als Gär-, Lager- und Eiskeller.

 

Klosterbier: Damals und heute

Im Jahr 1544 ist Roggenburg als Reichsstift ein eigenständiger Staat. Dies bedeutet, dass der Reichsabt das Recht hatte, Rechte bzw. „Gerechtigkeiten" zu vergeben – beispielsweise auch die Braurechte in Biberach. Das Klosterbrauhaus Roggenburg hatte wie seinerzeit üblich eine Hausbrauerei zu Versorgung mit Bier für die Patres und Fratres, aller Angestellten, Knechte und Mägde auf dem Klostergelände, ebenso für das Roggenburger Militär, das in der Kaserne vor dem Kloster Wache hielt, sowie für die Taverne, dem öffentlichen Gasthaus für Durchreisende und Dorfbewohner vor dem Kloster. Dieses Gebäude steht heute immer noch, die „Roggenschenke" der Familie Blum. Zudem hatte jedes Dorf seine eigene Brauerei, welche heute noch als Kleinbrauereien in Meßhofen und Biberach bestehen. Auch in Schießen neben der Pfarrkirche existiert das „Bräuhaus" – heute im Besitz der Familie Weithmann.

 

Im Laufe der Jahrhunderte, konnte das Brauhaus Roggenburg leider nicht erhalten werden. Für das Roggenburger Bier bedeutet dies allerdings nicht das Aus. 2017 wurde mit der seit 1844 bestehenden Brauerei Biberach eine neue Kooperation geschlossen, aus der eine besondere Verbindung hervorging: unser „Chorherren Helles".

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